Aktuelles

Zweiter Strategieworkshop Münchner Initiative Nachhaltigkeit – MIN

MIN Strategieworkshop des Lenkungskreises im SHZ: v.l.n.r. Mona Fuchs, Maren Schüpphaus, Irmtraud Lechner, Dr. Gerlinde Wouters, Dr. Ullrich Mössner, Thomas Ködelpeter, Katharina Habersbrunner; am Flipchart: Carmen Paul

Zur Vorgeschichte

Bereits seit knapp zwei Jahren arbeitet in München ein neues Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen und Gruppen, die Münchner Initiative Nachhaltigkeit MIN. Derzeit sind das rund 40 Organisationen, Initiatiaven und Gruppen, die sich mit unterschiedlichen Schwerpunkten für das Thema Nachhaltigkeit einsetzen. Ziel des Bündnisses ist es, durch die Vernetzung der verschiedenen Akteure, effektiver für eine nachhaltige Entwicklung der Stadt München zu arbeiten. Mittelfristig soll ein Nachhaltigkeitsrat für München auf den Weg gebracht werden. In den vergangenen zwei Jahren hat MIN verschiedene Veranstaltungen zum Thema nachhaltige Stadtentwicklung durchgeführt und Gespräche mit verschiedenen Stadtratsfraktion, dem Oberbürgermeister und den Referaten der Stadtverwaltung geführt.

MIN Strategieworkshop

Am 26. Oktober fand im Selbsthilfezentrum der zweite Strategieworkshop des Koordinierungskreises von MIN im Selbsthilfezentrum München statt. Dabei wurden neben den bestehenden Strukturen „Koordinierungskreis“ und „Vorbereitungskreis zum Nachhaltigkeitskongress“ zwei Arbeitskreise gebildet (AK-Öffentlichkeitsarbeit und AK-Finanzierung), um die erforderlichen Arbeiten effektiver voranzubringen. Zur besseren Information der Partner soll ab Dezember regelmäßig ein Newsletter erscheinen. Absoluten Vorrang hat, neben der Organisation des geplanten Nachhaltigkeitskongresses im Februar 2019, das Thema Finanzierung. Bisher wurde MIN fast ausschließlich durch das ehrenamtliche Engagement der Vertreterinnen und Vertreter der beteiligten Organisationen getragen. Es liegt auf der Hand, dass MIN mehr materielle und personelle Ressourcen benötigt, um die geplanten Vorhaben umzusetzen. Deshalb wurden verschiedene Finanzierungsanträge bei städtischen und bei überregionalen Förderstellen gestellt. Seit August 2018 verfügt MIN auch über einen kleinen Büroraum im Westend (c/o Netzwerk Klimaherbst, Parkstraße 18). Der Raum ermöglicht es, dort Treffen abzuhalten und ehrenamtlichen Unterstützer*innen und Praktikant*innen einen festen Arbeitsplatz zu geben. Angestrebt wird mittelfristig eine Geschäftsstelle mit der notwendigen Verwaltungsausstattung, um die anspruchsvollen Koordinierungsaufgaben leisten zu können. MIN will sich als ein qualifizierter Ansprechpartner und zentrale Schnittstelle zwischen Verwaltung, Politik, Wirtschaft und zivilgesellschaftlichen Organisationen in München etablieren. Es will die Stadtpolitik und Stadtverwaltung bei der Entwicklung und Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie beraten und neue Formen der Partizipation und Bürgerbeteiligung auf den Weg bringen. Denn nachhaltige Stadtentwicklung ist nicht nur eine Verpflichtung für Politik, Fachverwaltungen und Wirtschaftsunternehmen, sondern kann nur unter Einbezug der Bürgerinnen und Bürger und der zahlreichen engagierten zivilgesellschaftlichen Organisationen in München erfolgreich vorangebracht werden.

Münchner Nachhaltigkeitskongress am 4. Februar 2019

Das nächste Projekt von MIN ist der für den 4. Februar 2019 geplante große Münchner Nachhaltigkeitskongress in der Alten Kongresshalle an der Theresienhöhe, zu dem mehr als 200 Teilnehmer*innen geladen werden. Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Schirmherrschaft zu dem Kongress übernommen und wird auch Grußworte sprechen. Für den Kongress laufen bereits umfassende Vorbereitungsmaßnahmen. In acht thematischen Foren, den sog. Manufakturen, wird auf dem Kongress mit unterschiedlichen Schwerpunkten an dem Thema nachhaltige Entwicklung und der Umsetzung der Sustainable Development Goals (SDGs) der Agenda 2030 gearbeitet. Jede Manufaktur wird von zwei Moderator*innen betreut, die bereits im Vorfeld des Kongresses unter Beteiligung zahlreicher zivilgesellschaftlicher Organisationen aus München Impulspapiere erarbeiten, die den verschiedenen Manufakturen als Anregung während des Kongresses dienen. Der Kongress soll auch der Auftakt für den Beginn der operativen Tätigkeit von MIN sein. Die für den Kongress gebildeten Manufakturen sollen eine Grundstruktur für die Fortsetzung der thematischen Arbeit von MIN nach dem Kongress bilden.

Eine Anmeldung zu dem Kongress wird ab Dezember auf der Internetseite von MIN möglich sein. Einladungen werden auch über den MIN Verteiler verschickt werden. Interessierte können sich jetzt schon mit der Kongresskoordinationsstelle in Verbindung setzen E-Mail: info@m-i-n.net

Mehr Informationen zu MIN finden sie auf der Internetseite: www.m-i-n.net

Wer an einer Mitarbeit bei MIN interessiert ist kann unter folgender Mailadresse Kontakt zum Koordinierungskreis von MIN aufnehmen: E-Mail: info@m-i-n.net

Nachfolgend eine Aufstellung der Manufakturen auf dem Nachhaltigkeitskongress.

Manufakturen
Klimaschutz und erneuerbare Energien (SDGs 7, 13)
Verkehr und Mobilität (SDG 11)
Nachhaltige Stadtentwicklung und Umwelt, Bodenpolitik / Wohnen / Mieten (SDGs 9, 11, 15)
Wirtschaft und Arbeitswelt (SDGs 8, 9)
Ernährung, Landwirtschaft, Wasser, Gesundheit und Konsum (SDGs 2, 3, 6, 12)
Bildung für nachhaltige Entwicklung und Globales Lernen (SDG 4)
Ungleichheit beenden, Armut bekämpfen, Geschlechtergerechtigkeit fördern, Menschenrechte (SDGs 1, 5, 10)
Bürgerbeteiligung und Partizipation (SDG 16,17)

Erich Eisenstecken SHZ, Mitglied im Koordinierungskreis von MIN

Die Münchner Initiative Nachhaltigkeit MIN konsolidiert sich

„Die Zukunft die wir wollen, das München das wir brauchen“

München, 09.01.2018


Am 26. Oktober lud  MIN – die Münchner Initiative Nachhaltigkeit – zu einer Veranstaltung mit dem Titel „Die Zukunft die wir wollen, das München das wir brauchen“ in die Räume des Pädagogischen Instituts in München ein.
Die Veranstaltung hatte einerseits das Ziel, ein interessantes und Partizipationsmodell vorzustellen, den Hamburger Zukunftsrat, anderseits sollte über den aktuellen Stand bei der Konsolidierung von MIN berichtet werden.

Dr. Hans Joachim Menzel

Der Hamburger Referent, Dr. Hans Joachim Menzel, stellte in seinem Referat den Zukunftsrat der Hansestadt Hamburg vor, ein Partizipations   modell, das es dort seit über 20 Jahren gibt. Der Hamburger Zukunftsrat besteht aus über 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen. Er hat sich zunächst unabhängig von den städtischen Veraltungsstrukturen gebildet. Mittlerweile wird die Geschäftsstelle des Zukunftsrats aber von der Stadt finanziert. Der Zukunftsrat hat mehrere sog. „Ratschläge“ für die Bürgerschaft (den Stadtrat der Hansestadt) verfasst, in denen er Empfehlungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung formuliert und die Planungen der Stadt kritisch würdigt.

Nach der Vorstellung des Zukunftsrats wurde diskutiert, was von dem Hamburger Modell gelernt werden kann und welche Erfahrungen für München genutzt werden können.

Im zweiten Teil der Veranstaltung wurden die nächsten geplanten Aktivitäten von MIN gemeinsam mit den Teilnehmerinnen weitergedacht, allem voran, die für 2018 geplante Nachhaltigkeitskonferenz in München. Die rund 40 Teilnehmerinnen beteiligten sich mit großem Interesse an den Diskussionen und brachten interessante Anregungen zu möglichen Formaten für die Konferenz ein. Er wurde eine Projektgruppe gebildet, die ab Dezember an der Vorbereitung der Nachhaltigkeitskonferenz arbeiten wird. Interessierte können sich diesem Projekt gerne noch anschließen (Kontakt über E-Mail: info@m-i-n.net).

Die Münchner Initiative Nachhaltigkeit will als „Mittler“ (intermediäre Organisation) zwischen bürgerschaftlichen Organisationen, Wissenschaft und Wirtschaft, Verwaltung und Politik tätig zu werden. Als gemeinsame Plattform zivilgesellschaftlicher Organisationen, die sich für eine nachhaltige Entwicklung einsetzen, will MIN deren Kompetenzen systematisch bündeln und zusammenführen, um sich als kompetenter Partner an Zieldiskussions-, Planungs- Umsetzungs- und Evaluationsprozessen zu beteiligen und hier die Sichtweise, die Interessen und Kompetenzen der Bürgerinnen und Bürger einzubringen. Hierfür werden geeignete Beteiligungs- und Partizipationsformen und -Instrumente vorgeschlagen, mit denen im internationalen Kontext bereits erfolgreich gearbeitet wird sowie neue Beteiligungsformen vor Ort entwickelt.

Wenn sie sich für die Arbeit von MIN interessieren, sich beteiligen möchten oder sich der Initiative anschließen wollen, sind Sie herzlich eingeladen, sich mit der Initiative in Verbindung zu setzen.

Erich Eisenstecken, SHZ
Mitglied in der Koordinierungsgruppe von MIN